Einsichten in Erdställe für Jedermann                                                                                                                                                  

Erdstall Beispiel

Gemeinde Irschenberg

Ein ganz spezieller Erdstall befindet sich in der Gemeinde Irschenberg. Er wurde 1840 entdeckt, als beim Bau eines Brunnens die Endkammer angeschnitten wurde. Kurz darauf entwickelte sich eine florierende Wallfahrt zur "Kreuzgruft" mit dem wundertätigem Wasser des Brunnens.
Über dem Erdstall wurde eine Kapelle errichtet und im Erdstall wurde eine Nische mit einer Barbarafigur eingerichtet.

Zwischendurch wurde es wieder ruhiger um den Erdstall bis zum 19. Jhd. Der Erdstall wurde da wieder instandgesetzt, der Hauptgang bis zur Barbaranische ausgebaut und der heutige Eingang mir Wendeltreppe errichtet.

Im Juni 2024 stürtzte die dreigliedrige Endkammer nach einem langen, sich allmählich beschleunigendem Verfallsprozess ein und wurde daraufhin in Abstimmung mit dem Landratsamt als metallisches Provisorium wieder neu errichtet.

  • Erdstall
  • Wendeltreppe
  • Barbaranische, dahinter alter Abgang
  • "Kreuzgruft" mit Brunnen links

In der 3D Darstellung erkennbar:
- die Wendeltreppe von Ende 19. Jhd
- die Mitte 17. Jhd. erstellte Nische mit spätgotischer Barbarafigur aus Tuffstein.
- dahinter der alte Abgang, über den man Erdstall ursprünglich vom Bauernhaus aus erreichte.
- gegenüberliegend die Endkammer, "Kreuzgruft" genannt, die 1840 vom Brunnen angeschnitten wurde.



Bei der Barbarafigur, die jetzt im Erdstall ist, handelt es sich um eine Kopie dieses Originals, das heute im Museum steht. Sie ist nicht mit dem Lidar Verfahren gescannt, sondern photogrammetrisch erstellt.